Wie seit Jahren eingespielt, startete auch dieses Jahr im Januar mit Gebet, konkret: mit de r Allianz-Gebetswoche. Evangelische Allianz – das ist der Zusammenschluss der verschiedenen (evangelischen) Gemeinden und Kirchen in unserem Gebiet. Man trifft sich zum Gebet und bringt vor Gott, was jeden so bewegt – und dabei lässt man alle im Alltag trennenden Dinge hinter sich. Sich EINS machen im Gebet – darum geht es und das ist sehr gut! Erstmalig seit vielen Jahren war die Allianz-Gebetswoche Abend für Abend richtig gut besucht. Es scheint, dass man sich innerhalb er evangelischen Gemeinden tatsächlich als Geschwister wahrnimmt und nicht als Konkurrenten. Das war sehr wohltuend – erst recht, weil es über die Gebetswoche hinaus viele Begegnungen auf Allianzebene gab. Da wächst etwas heran, was für alle im Zeitalter zunehmender Entchristlichung genau genommen nur gut sein kann.

Traditionell gab es im Februar den Baudenabend, diesmal mit einem sehr regional interessanten Thema. Josias Kaiser aus Großröhrsdorf hat uns Einblick gegeben in die Situation nach dem Kirchenbrand und den aktuellen Stand der Überlegungen zum Wiederaufbau bzw. Neubau.

Im April, während der Osterferien, gab es wieder ein Adonia-Konzert. Der Veranstaltungsraum – die Sporthalle in Großröhrsdorf – war gut gefüllt mit Menschen aller Altersgruppen, die voller Spannung dem Musical „Mose“ lauschten. Immer wieder finde ich erstaunlich, mit welch einfachen Mitteln da tolle Effekte erzielt und eine uralte biblische Geschichte ansprechend und missionarisch ins Heute übertragen wird! Danke an Belinda, die für die Organisation den „Hut auf“ hatte! In Radeberg haben wir ebenfalls ein solches Konzert veranstaltet, hier war es Familie Thielemann, die sich für die Organisation stark gemacht hat. Auch ihnen sei dafür ein herzlicher Dank ausgesprochen! Und schließlich haben wir wieder zwei Konzerte für und mit den Soli-Deisten veranstaltet.

Der Bibelgarten hat im Juni, am Pfingstsonntag, sein 20-jähriges Bestehen gefeiert. Und da sich ja ein Teil der Gesamtanlage auf unserem Vereinsgrundstück „ehemalige Schlossgärtnerei“ befindet, waren wir da natürlich mit involviert. Wir haben den Anlass genutzt, um unsere Zeitstrahltafeln zu erneuern. Die Kulturstiftung des Freistaates Sachsen hat das nötige Kleingeld dazu gegeben im Rahmen einer Förderung.

Im Sommer hatten wir den Zirkus Bombastico erneut bei uns zu Gast. Diesmal war es eine Gruppe psychisch kranker Menschen aus Prag, die hier Urlaub gemacht und miteinander ein Zirkusprogramm einstudiert haben. Letzteres war ganz anders als alle Vorgänger-Programme, die wir aus dieser Form von Arbeit mit behinderten Menschen kannten: Es gab eine Feuerschow – abends., als es dunkel genug war. Die war geradezu feierlich und irgendwie wirklich ergreifend. Schade nur, dass genau an diesem Abend der lang ersehnte Regen kam. Das hat vermutlich auch Besucher zurück gehalten, so dass die Aufführung leider nur wenig Publikum hatte. Sie hätte sich auf jeden Fall mehr verdient gehabt!

Nachdem wir im vergangenen Jahr  seit langem mal wieder eine Evangelisation angeboten hatten, war der Plan geboren worden, künftig an dieser Stelle weiter zu arbeiten. So kam es, dass wir im Juni erneut Andre Töws zu Gast hatten, im Oktober ein evangelistisches WE mit Ehepaar Walter und darüber hinaus zwei Veranstaltungen aus der Reihe „Am Feuer“ durchgeführt haben. Alle Veranstaltungen waren gut besucht, leider am wenigsten durch die eigentliche Zielgruppe. Die Oberlichtenauer sind sozusagen „missionsresistent“.... Leider ist das eine Beobachtung, die wir hier schon seit Jahren immer wieder neu machen.
Alle Veranstaltungen waren inhaltlich sehr gut und auf einem hohen Niveau, danke an alle, die sich hier in unterschiedlichen Bereichen (Org, Musik, Finanzen, Öffentlichkeit, Verpflegung,...) engagiert haben! Ganz erstaunlich positiv hat die evangelistische Arbeit interessanterweise das Spendenaufkommen beflügelt – ein durchaus positiver Nebeneffekt, der zumindest eins klar zeigt: Wenn Leute sich ernst genommen und wohl fühlen, sind sie gerne bereit, etwas für die Arbeit zu spenden.

Wieder gab es einen Einsatz des „Arbeitsweges“. Das ist immer wieder genial, wenn mal einfach so 5-7 junge Männer da stehen und etwas arbeiten „wollen“! Im Normalfall sieht man am Ende eines solchen Arbeitstages richtig gute Ergebnisse, so auch an diesem Tag. Verschiedene Arbeiten im Außengelände des Vereins wurden erledigt, so z.B. Grabearbeiten – die Wurzelstöcke der beim Herbst-Subotnik 2024 am Jugendhaus gerohdeten Lebensbaum-Hecke wurden vollständig ausgegraben – Arbeiten, die für unsereinen im Alltag weder zeitmäßig noch kräftemäßig zu schaffen sind...

Apropos „Subotnik“ - ja, er lebt noch, der klassische Subotnik! Nämlich bei uns! Zweimal trafen sich wieder um die 20 Leute zum Arbeitseinsatz am Samstag – einmal im Frühling und einmal im Herbst. Auch dafür sei herzlich Danke gesagt! Was wären wir ohne diese Einsätze!? Ganz besonders konnten wir uns freuen, dass unser Verein eine Förderung vom Heidebogen für dieses verstetigte gemeinnützige Projekt der Arbeitseinsätze erhalten hat. Da wird es wohl beim nächsten Frühjahrsputz ein besonders leckeres Frühstück geben...!

Unsere üblichen Höhepunkte im Jahr, der „Tag der Parks und Gärten“ und der „Tag des offenen Denkmals“ waren dieses Jahr beide nur mäßig besucht. Schuld daran waren die Stadtjubiläen von Kamenz und Pulsnitz und die Tatsache, dass jede der beiden Städte an einem der beiden Tage ihren großen Festumzug zu 800 Jahren Stadtgeschichte hatte. Da wäre ich als Besucher ehrlich gesagt auch lieber hin gegangen....

Im „Landvergnügen“ gab es wieder viele nette Begegnungen mit Wohnmobil-Gästen. Das ist sehr angenehm. In den allermeisten Fällen lassen die Leute eine Spende da, obwohl es wenige Ausnahmen gibt, die leider alles nutzen und eben nicht spenden. Aber so ist das eben.... Auf jeden Fall kann man seit diesem Jahr den Stellplatz über eine Landvergnügen-App buchen. Das ist offenbar sehr kundenfreundlich gestaltet, es funktioniert jedenfalls super. Um für uns das Ganze zu vereinfachen, haben wir in die kleine Kirche einen Mini-Tresor gehangen. Dort liegt jetzt der Schlüssel für die Toiletten und wenn jemand sich anmeldet, bekommt er den code und kann sich den Schlüssel aus dem Tresor holen. Da müssen wir nicht spät abends nochmal los, wenn noch Gäste kommen.
Immer wieder äußern gerade die Landvergnügen-Gäste ihr Erstaunen und ihre Hochachtung für den schönen Garten und das enorme Engagement, welches die Gäste sehen können. Man kommt gerne und kommt auch gerne wieder! Das ist ein schönes Lob, welches wir natürlich maßgeblich Leuten wie Ehepaar Krause zu verdanken haben, die unermüdlich den gesamten Gartenbereich pflegen – zweifellos unterstützt von den ehrenamtlichen Helfern, die regelmäßig kommen und mit anpacken. Da sind wir froh, dass wir die haben – unsere Regine und Bernd!

Eine kleine, aber sehr feine Veranstaltung gab es im November, also ganz kurz vor dem Winter: Einen Lehrgang über Obstbaumpflanzung und -schnitt. Organisiert vom Dresdner Heidebogen e.V. und ausgeführt von einer professionellen Obstbaumwartin haben alle fast 20 Teilnehmer richtig viel gelernt und das anschließend auch gleich praktisch angewendet: Drei Obstbäume und vier Sträucher wurden gepflanzt am Spielplatz auf dem Mühlweg, und von den dort bereits wachsenden Obstbäumen wurden mehrere fachgerecht geschnitten. Nun mag das nächste Frühjahr bald kommen, damit wir sehen können, ob alle Bäumchen angewachsen sind!

Und zu guter Letzt: Was wäre der CVOL ohne „Weihnachten im Schuhkarton“? Auch in diesem Jahr ließen sich wieder sehr, sehr viele Menschen motivieren, mit zu helfen. Weit über 1000 Päckchen gingen von hier aus auf die Reise zu notleidenden Kindern. Erstmals können wir wegen eines Zählfehlers allerdings keine genaue Päckchenzahl nennen. Wir wissen nur so viel ganz sicher: Jedes der buchstäblich „ungezählten“ Päckchen wird große Freude ausgelöst haben!